Die Pottwale gehören zu den Zahnwalen, die in die Tiefsee hinuntertauchen, um hier zu jagen. Wie man am Mageninhalt erlegter Wale und an den Verletzungen der Haut erkennen kann, nehmen die Tiere es sogar mit den furchterregenden Riesenkraken auf.
Jedes Individuum ist an seiner speziellen Schwanzflosse erkennbar, diese ist so unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Auch die Klicklaute sind den einzelnen Tieren genau zuzuordnen.
Wir haben die Möglichkeit im Rahmen einer Walsafari eines der Forschungsschiffe zu begleiten! Nach ungefähr einer Stunde Fahrt auf rauer See stoppt das Schiff das erste Mal die Motoren. Die Männer beziehen ihre Beobachtungsposten, einer von ihnen hoch oben im Mastbaum. Mit Kopfhörern für die Klicklaute und natürlich mit Ferngläsern beginnt die konzentrierte Suche. Alles schaut gebannt auf das dunkle Wasser! Im Führerhaus wird die Tiefe mit Hilfe des Echolots abgesucht. Nach ungefähr einer halben Stunde Horchen, Fahren, Horchen, Fahren... ist es soweit: Der erste Graurücken ist in der Ferne auszumachen, leicht zu erkennen an der fauchenden Wasserfontäne über dem Atemloch. In Schleichfahrt nähert sich das Schiff vorsichtig an.
Viermal gelingt es uns, die beeindruckenden Meeressäuger ausfindig zu machen. Die längste Beobachtung dauert 10 Minuten, ehe das Tier mit senkrecht emporgestreckter Schwanzflosse abtaucht.
